Diesmal: RABBIT @ Gladbach.
Beeilung empfohlen, am 22.12.2013 ist Ultimo.
Zeit vergeht, und es wird Zeit, sich ernste, wirklich nicht spaßige, konzentrierte, schnörkellose und eindeutige Gedanken über all die guten Weihnachtsgaben zu machen, die alle Lieben und alle Bösen bekommen sollen.
Wer nicht lesen will, soll hören.
Rechtzeitig direkt bei der Tischlerei oder bei Elfenart. Oder sonstwo. Winken, Ralf und Daniel.
Und ein bisschen Lesen ist es doch.
(Im Club)
Kanal eins. Der nach dem snoezeligen weißen Rauschen, schwarzer Pixel, weißer Pixel, schwarzer Pixel, weißer Pixel. Und eine volle Ladung Zeug direkt in die Fresse. Der Laserstrahl trifft in Weltraumgeschwindigkeit auf die ungeschützte Linse, zerschmilzt sie, fräst sich weiter, verdampft Schleim und Glaskörper und setzt alles in Brand. Flammen lodern auf, die Wimpern, die Brauen, alles in Flammen, und nach ihnen mehr Haare, dann puffend nur noch weniger und Blasenwurf, für einen Augenblick wie auf Käse, der in einen Vulkan fällt. Prasselnd ist der Schädel sofort gerodet inklusive Haut, die Hitze durchgeschlagen durch den Knochen bis zum gebratenen Hirn. Tropfen fallen zischend auf den Rest des armseligen Leibes und vollenden. Autsch.
Ich schalte um.
(Im Bild im Bild; Photo: Rheinische Post)
Kanal zwei. Ob mit Bild oder ohne ist meiner Blindheit so was von egal. Es knistert, es dröhnt, es terzt und ramentert. Wellen von Schall hämmern auf meine Reste und zerlegen sie in Brösel. Bin ich Granulat, oder ist es eine aufkommende Grippe? Jemand muss mich bitte mal zusammenkehren und das einem Fachmann zeigen, danke. Oder gar nichts tun und den Lärm weiter drüberfahren lassen wie eine Rüttelplatte. Was eine Straße quer über eine Couch soll, kann man dann ja per Beschilderung klarer machen.
Ich schalte um.
Kanal unendlich, nicht mehr als ein Tunnel, der sich windet, pulsiert und dabei knirscht wie ein Wurmloch mit Tropfgestein aus schwarzer Materie. Aus dem Off erklärt Harald Lesch, wies einfach betrachtet wäre und warum das nicht so einfach geht. Wüsste ichs jetzt nicht, ich hätte auch nicht gefragt. Als Asphaltierung problematisiert man nicht jeden Dreck, es hilft ja eh nicht. So voller Schlaglöcher, wie ich inzwischen bin, weiß ich ohnehin, dass jetzt der mächtige Bagger kommt und ich allenfalls noch kurz Auf Wiedersehen rieseln kann. Ein Donnerschlag, und es hat sich was mit einem Sequel. Welcome my dearest dustfriends, was geht denn hier so? Wenn keiner von euch die Party gestarted gets, vertraut da ruhig auf euren ollen Kumpel. Here we go again!
Ausgeschaltet.
Und immer die gleiche Jacke. Vielleicht gibts nur die eine.
Text: Auszüge aus „Du glotzt TV“
Andere Jahreszeit jetzt, der sogenannte Herbst. Unfeine Sache. Dunkler. Kälter. Drinner. Und besser machts die Gemütslagen kaum. Dieses grässliche Sehnen …
WIDERSTEH! Nicht allem. Aber bloß nicht wie diese Clowns den Kopf verlieren und Gedichte schreiben!
Tu was anderes. Pflück Äpfel.
Oder guck Kultur.
Nur schreib keine Gedichte.
An immer mehr Orten, nicht nur solchen, die Scheiße im Namen tragen.
Stilleren.
Lauteren.
Der 01. November 2013 mit musikalischem, literarischem und weiterem Gewerke nimmt weitere Formen an.
Die dann wieder im Bodennebel verwischen, der vielleicht sogar nach Piniennadeln duftet.
Still watch out for BLUNOISE@STÖHRSOUND.
09:00h
Sie wachte mit einem Lächeln auf. Warmes Licht fiel ins Zimmer und auf ihr entspanntes Gesicht und ließ den Schlaf abperlen. Die Träume flogen auf wie Schmetterlinge. Irgendwo draußen sang ein Vogel, und die Melodie wurde vom sanften Wind mal zu ihr, dann wieder weiter hinaus in den Morgen getragen. Sie streckte sich und griff in die Sonnenwärme. Heute, ja, heute war ein guter, heute war der Tag. Ob er schon auf dem Weg war? Sie stellte sich vor, dass, und suchte absichtlich nicht nach einem Zifferblatt oder einer Anzeige, um sich die Ungewissheit und Vorfreude möglichst uneingeschränkt zu erhalten. Das war sie also, diese sogenannte Liebe, von der alles und jeder sprach. Es hatte wohl eine Weile gedauert, aber jetzt war sie da. Soviel stand fest.
(versuch 8, Auszug)
Eine Freitagabendfeier.
2013. Nicht 1963.
Gladbach. Nicht Brooklyn.
Keine Tränen. Und nicht Lesley Gore.
Auf der Getränkekarte:
EISHERZ (Kräftigungstrank)
„E’s kann man gar nicht genug haben!“ (Timothy Leeary)/ „Ich möchte eins kaufen.“ (Kirstn W.)
(Flyer: Offenes Atelier Mönchengladbach)
Eine seltsame Ausstellung mit Bildern einer seltsamen Gegend. Und hierzu ein seltsamer Text.
UND GETRENNT liegt im Rahmen der Ausstellung von Uwe Lüngen aus. versuch 15 ist nicht gescheitert, nur anders als gedacht.