7 Uhr ist immer, irgendwo

7 Uhr morgens, irgendwo in deinem Leben.

Flur (1)

WAS TUST DU?

7 Uhr morgens, irgendwo anders.

07:00h

Komm, noch einen auf den Weg …“

Die anderen zur Stadt, die anderen hinein. Nichts leuchtet friedlicher und nichts trauriger als der erste Sonnenstrahl in einem Glas.

Schlaf, mein Herz, Fürst Mittag, der Faule, mag uns wecken, dieser Tropfen Tag auf uns!“

Ein Seufzen, denn alles ist schwer, und wenn sie nicht schon tippte, Kaffee kochte und lächelte, könnte auch dieser Tag besser Nacht bleiben.

Fünf zu sieben, was für eine Quote! Diese Rechenschieber sind Schwerter und ich zu armselig für einen gnädigen Tod. Schlaf, mein Herz.

Guten Morgen, Frau Eckers! Schon fleißig?“

Sie merkts, und selbst dafür hasse ich mich.

(versuch 8, ein Auszug)

Frag dich.

WAS TUST DU?

Und ohne Antwort frag dich nochmal. Nochmal. Nochmal. Bis du es weißt.

Lärmen und Lesen gegen den drohenden Herbst

Es gerät zusammen, was irgendwie passt …

Flaschen

Freitag, 01. November 2013, abends @ BLUNOISE, Gladbach

Es musizieren

**GENETIKS**MAJMOON**KAFKA**KOETER**

Und dagegen erheben ALEX GRÄBELDINGER und PHILIP NUSSBAUM Glas und Wort.

(Stand: August 2013)

Ich gegen Warm 3:1

warm gemessen

heiss 2 gefühlt

Und dennoch. Oder weil.

Interview mit JÖRG BUTTGEREIT im Schweiße zweier Angesichter geführt, schwitzend transkribiert und transpirierend geglättet. RENFIELD #27, here we come! Hoffentlich. Check!

Buttgereit Interview Screen

versuch 1 (Arbeitstitel) komplett umgeschrieben und mit der Korrektur begonnen. HERR NENTWIG und wundervolle Verlagswelt, here we come! Mal schauen, ein unbedingt gelungener Drittling. Check!

versuch 1

Zu HORST nach Gladbach und da ein bisschen SNIFFING GLUE. Knallt in der Sonne. Check!

Und macht feine Schädelschmerzen. Gegentreffer.

Zeitgeistig behindert

[V1]

Ein neuer Lego-Tag/ Du bastelst Dich zum Mensch/ Kurz übergeben/ War noch etwas drin

Als Werbeeinblendung/ Schiebst Du Dich hinaus/ Und zeitgeistig behindert/ Läufst Du wieder rum

[B1]

Dielenbohlen stöhnen/ Eine Nadel kratzt/ Und darüber das Rauschen

Das bist wohl Du

[V2]

Auf dem Weg zurück/ Helfen Dir die Gleise/ Dass Du in keinem Fall/ Die Richtung verlierst

Setzkastenzuhause/ Leer und schön sauber/ Und zeitgeistig behindert/ Sitzt Du wieder rum

[B2]

Dielenbohlen stöhnen/ Eine Nadel kratzt/ Und darüber das Atmen

Das bist wohl Du

[R]

Es tut mir leid

Du tust mir nicht mal leid

[V3]

Dr. Klenk und Dr. Motte/ In der Klinik ist Visite/ Alles in bester Ordnung/ Bis morgen, gute Nacht

Hohl und ohne Nachhall/ Keine Träume stören/ Und zeitgeistig behindert/ Liegst Du wieder rum

[R]

Es tut mir leid

Du tust mir nicht mal leid

Fallen

Fallen gibts nicht nur mitten in Paris oder nur für Mäuse. Such dir deine aus, mach es dir gemütlich und lass dich fallen.

„Zeitgeistig behindert“ hat Ralf von der phantastischen TISCHLEREI LISCHITZKI eingesungen. Deren neues Vinyl kommt irgendwann im September, Gott sei dank bei Elfenart.

Mehr Musik.

Some bad olds and news

Ein hübscher Nachmittag. Sonne überall, entspannte Menschen, eine Flugshow oder so etwas. Dann aus der Ferne vielleicht ein Schlag, ganz leise, möglicherweise auch nichts weiter, eine Mücke gegen eine Windschutzscheibe, ein bisschen Blut gegen eine Herzklappe. Rauch dann, nicht zu knapp. Mehr als beim Grillen, eindeutig, das Stück Fleisch, was dazugehörte, ist noch nicht geboren! „Absturz?“ – „Nee, falsche Richtung. Oder doch? Nee, falsche Richtung, ich bleibe dabei.“ – „Was dann?“

Zeitung001  Asche und Schrott

Buds Gesicht war unendlich, als er ins Seaside Inn kam, einen Kaffee in seiner extrakleinen Tasse orderte und sich entgegen aller möglichen Ratschläge eine Pall Mall ohne anzündete. Asche. Mehr blieb letztlich nicht.

Oder doch. Ein Cover für ein Buch. Eine ganze Weile später, nachdem das Alte aufgeräumt, das Neue aufgebaut und alle längst gestorben waren.

Ach ja – Regula vom Underdog Fanzine hat eine Meinung zu MARILYN. Danke für die Mühe!

Fußball! *Lechz*

Balls, hehehe, ja, ja, Balls, er sagte Balls! Eckpfosten, huahua! Latte, YEAH! Einlochen, einlochen, hehehe! Das Ding versenken, hehe, das is‘ cool! Versenken! Das Ding, huahua! Ne Schwalbe, hehehe, dribbelt auf der Linie! Linienschwalbe, huahua! Zeig mir deine Nordkurven! Gangbang mit 22 plus 1, hehehe!

Ein Schmuddelporno, eine Welt verschwitzter Männer im Rudel und in der Gemeinschaftsdusche, es riecht nach Sex und Bier, nach Würstchen, im Siffon kleben Haare. Unten stöhnts, auf den Rängen stöhnts, überall stöhnts, bis es sich in frenetischem Gekoller entlädt. Zweimal 45 Minuten (immerhin!), vielleicht gibts gar eine Verlängerung und eine Handvoll Freistöße. Danach ist eine Woche Pause, bis es auf Termin weitergeht. Immer samstags, wenns wirklich passt und juckt, auch ausnahmsweise mal an einem anderen Tag. Zu dir oder zu mir? Bääm! Der ist drin, huahua!

Hie und da, ab und an, nur selten, aber immerhin, gibts die romantischen Ausbrüche. Mit Feinheit, mit Zärtlichkeit, ein bisschen Dr. Ruth, ein bisschen mehr Dr. Sommer, unter der Decke und nur bei gelöschtem Licht. Nix mit hardcore, da wird noch auf Zettelchen gefragt, ob wer mit wem gehen möchte, ja, nein, vielleicht und so. Schön ist das. Olli, ich hab dich auch lieb!

Borussia001 (Photo: Fohlen-Echo, 2008)

Die Körbe des KILLERs

So viele, so viele …

Und dann das.

KILLERLADY "Marilyn says" (KILLERLADY, „Marylin says“, 2013)

Zu schnell, zu spät, zu viel Nahwirkung. Und nun verworfen.

KILLER, das war nicht der letzte Versuch! Es war diesmal nur die letzte Fahrt mit Marilyn/ Marylin.

 

Zur Vermeidung der völligen Kryptik: das Cover-Photo von „nichts von alledem ist wahr…“ ist erfreulicherweise von KILLERLADY. Danach wurde es trotz penetranten Insistierens anders, letztlich aber auch schön.

Cover nichts von alledem ist wahr... (Photo: KILLERLADY, „Hölle Gladbach“)

Mein grauer Engel

Knödeltante001 (Photo: Rheinische Post)

Ich nenne dich meinen grauen Engel, flatterhafter Geist der Ordnung und Sauberkeit.

Wie nennt man dich noch, hier in diesem irdischen Jammertal? Angelika? Oder Birgit? Vielleicht lebst du dein Leben jenseits der Straße eher in Bescheidenheit, Quadratur und der einen oder anderen Traurigkeit als in Saus und Braus, aber du könntest! Stehst dann morgens auf, noch bevor sich der erste Hahn gerührt hat, schnell weg von dem Fernseher, vor dem du tags zuvor eingeschlafen bist, und bist an der Stempeluhr vor allen anderen. Den Faulen. Den Nachlässigen. Und hinaus, die Welt von Irrungen und Wirrungen und diesem widerlichen Chaos beseitigen, was sie pausenlos hervorbringt. Schief stehende Zäune, Autos und Zähne – du richtest. Zu laut, zu viel, zu schnell – du rückst zurecht, stutzt hier, berichtigst unaufgeregt dort. Menschen, Tiere, ihre Hervorbringungen und Überreste, dir ist alles gleich, du bringst finale Gerechtigkeit. Du bist die Heilung, nach der keiner zu verlangen wagt. Tag für Tag, Woche für Woche. Wenn du am Nachmittag zurückkehrst vor deinen Fernseher, dauert es dich, nicht alles geschafft zu haben, du wirst morgen deine Mühen steigern und dich aufreiben, bis endlich, irgendwann endlich Ruhe einkehrt und es gut ist.

Ich sehe dich an wie durch eine Kamera und frage mich, was da in deinem Gesicht steht. Liebe? Güte? Etwas ganz anderes, etwas, für das Worte fehlen?

Henry nennt dich die Knödeltante. Henrys Opa nennt dich Knöllchenf****. Ich nenne dich meinen grauen Engel, Königin der Straße. Wie du wohl wirklich heißt? Deine Visitenkarte ist verschwiegen. Und du schon wieder vor jemand anderes Tür, um dort hilfsbereit den Dreck zu kehren.

Knödeltante003