Some bad olds and news

Ein hübscher Nachmittag. Sonne überall, entspannte Menschen, eine Flugshow oder so etwas. Dann aus der Ferne vielleicht ein Schlag, ganz leise, möglicherweise auch nichts weiter, eine Mücke gegen eine Windschutzscheibe, ein bisschen Blut gegen eine Herzklappe. Rauch dann, nicht zu knapp. Mehr als beim Grillen, eindeutig, das Stück Fleisch, was dazugehörte, ist noch nicht geboren! „Absturz?“ – „Nee, falsche Richtung. Oder doch? Nee, falsche Richtung, ich bleibe dabei.“ – „Was dann?“

Zeitung001  Asche und Schrott

Buds Gesicht war unendlich, als er ins Seaside Inn kam, einen Kaffee in seiner extrakleinen Tasse orderte und sich entgegen aller möglichen Ratschläge eine Pall Mall ohne anzündete. Asche. Mehr blieb letztlich nicht.

Oder doch. Ein Cover für ein Buch. Eine ganze Weile später, nachdem das Alte aufgeräumt, das Neue aufgebaut und alle längst gestorben waren.

Ach ja – Regula vom Underdog Fanzine hat eine Meinung zu MARILYN. Danke für die Mühe!

Fußball! *Lechz*

Balls, hehehe, ja, ja, Balls, er sagte Balls! Eckpfosten, huahua! Latte, YEAH! Einlochen, einlochen, hehehe! Das Ding versenken, hehe, das is‘ cool! Versenken! Das Ding, huahua! Ne Schwalbe, hehehe, dribbelt auf der Linie! Linienschwalbe, huahua! Zeig mir deine Nordkurven! Gangbang mit 22 plus 1, hehehe!

Ein Schmuddelporno, eine Welt verschwitzter Männer im Rudel und in der Gemeinschaftsdusche, es riecht nach Sex und Bier, nach Würstchen, im Siffon kleben Haare. Unten stöhnts, auf den Rängen stöhnts, überall stöhnts, bis es sich in frenetischem Gekoller entlädt. Zweimal 45 Minuten (immerhin!), vielleicht gibts gar eine Verlängerung und eine Handvoll Freistöße. Danach ist eine Woche Pause, bis es auf Termin weitergeht. Immer samstags, wenns wirklich passt und juckt, auch ausnahmsweise mal an einem anderen Tag. Zu dir oder zu mir? Bääm! Der ist drin, huahua!

Hie und da, ab und an, nur selten, aber immerhin, gibts die romantischen Ausbrüche. Mit Feinheit, mit Zärtlichkeit, ein bisschen Dr. Ruth, ein bisschen mehr Dr. Sommer, unter der Decke und nur bei gelöschtem Licht. Nix mit hardcore, da wird noch auf Zettelchen gefragt, ob wer mit wem gehen möchte, ja, nein, vielleicht und so. Schön ist das. Olli, ich hab dich auch lieb!

Borussia001 (Photo: Fohlen-Echo, 2008)

Die Körbe des KILLERs

So viele, so viele …

Und dann das.

KILLERLADY "Marilyn says" (KILLERLADY, „Marylin says“, 2013)

Zu schnell, zu spät, zu viel Nahwirkung. Und nun verworfen.

KILLER, das war nicht der letzte Versuch! Es war diesmal nur die letzte Fahrt mit Marilyn/ Marylin.

 

Zur Vermeidung der völligen Kryptik: das Cover-Photo von „nichts von alledem ist wahr…“ ist erfreulicherweise von KILLERLADY. Danach wurde es trotz penetranten Insistierens anders, letztlich aber auch schön.

Cover nichts von alledem ist wahr... (Photo: KILLERLADY, „Hölle Gladbach“)

Mein grauer Engel

Knödeltante001 (Photo: Rheinische Post)

Ich nenne dich meinen grauen Engel, flatterhafter Geist der Ordnung und Sauberkeit.

Wie nennt man dich noch, hier in diesem irdischen Jammertal? Angelika? Oder Birgit? Vielleicht lebst du dein Leben jenseits der Straße eher in Bescheidenheit, Quadratur und der einen oder anderen Traurigkeit als in Saus und Braus, aber du könntest! Stehst dann morgens auf, noch bevor sich der erste Hahn gerührt hat, schnell weg von dem Fernseher, vor dem du tags zuvor eingeschlafen bist, und bist an der Stempeluhr vor allen anderen. Den Faulen. Den Nachlässigen. Und hinaus, die Welt von Irrungen und Wirrungen und diesem widerlichen Chaos beseitigen, was sie pausenlos hervorbringt. Schief stehende Zäune, Autos und Zähne – du richtest. Zu laut, zu viel, zu schnell – du rückst zurecht, stutzt hier, berichtigst unaufgeregt dort. Menschen, Tiere, ihre Hervorbringungen und Überreste, dir ist alles gleich, du bringst finale Gerechtigkeit. Du bist die Heilung, nach der keiner zu verlangen wagt. Tag für Tag, Woche für Woche. Wenn du am Nachmittag zurückkehrst vor deinen Fernseher, dauert es dich, nicht alles geschafft zu haben, du wirst morgen deine Mühen steigern und dich aufreiben, bis endlich, irgendwann endlich Ruhe einkehrt und es gut ist.

Ich sehe dich an wie durch eine Kamera und frage mich, was da in deinem Gesicht steht. Liebe? Güte? Etwas ganz anderes, etwas, für das Worte fehlen?

Henry nennt dich die Knödeltante. Henrys Opa nennt dich Knöllchenf****. Ich nenne dich meinen grauen Engel, Königin der Straße. Wie du wohl wirklich heißt? Deine Visitenkarte ist verschwiegen. Und du schon wieder vor jemand anderes Tür, um dort hilfsbereit den Dreck zu kehren.

Knödeltante003

Bettenplatz

20130615_174322

Und es ist gut, wenn Betten, in denen Menschen Platz haben, ihrerseits einen Platz haben.

Noch ein Beitrag, der mit „Elton John“ getaggt werden wird, das ist doch alles nur noch IRRE. Sind Krankenhäuser eingedampfte Universen? Sind sie überhaupt real? Anfang, Ende, ein großer Teil von all dem dazwischen …

Steh ruhig herum, Bett. Du bist nicht lange allein, die Aussichten sind nicht schlecht. Und die Aussicht auch nicht.

Verkehr?

Wieder im Auto laut mitgesungen. Was auch immer da gelaufen sein mag, habs im Einzelnen vergessen. Unbeeindruckt der grundsätzlichen Lächerlichkeit – gegen die Eindrücke, die das auf Vorausfahrende macht, die ab und an mal in den Rückspiegel gucken, ist der rechte Bildschirmteil des heute journals auf 3sat gar nichts! Einmal Mitsingen mit alles, Kopfnicken, Grimassieren, Sputumflug, Trommelwirbeln auf Lenkrad, Schaltknauf und Türverkleidung, Fußraumgetrampel, bis der Arzt kommt oder man doch einmal die dämliche Kupplung erwischt. Dankesdöner, weitermachen. Kommt beizeiten vor, nichts Besonderes so weit. Und ob Stimme und/ oder Text passen, ist ab 100db unerheblich.

Dennoch brach ich dann plötzlich ab, nämlich als mir klar wurde, dass es wieder einmal einzig Coverversionen waren.

Ab jetzt nur noch eigene Songs!

Angemessene, nämlich dämliche Überleitung, apropos Auto, jetzt im Verkehr oder so, schmerzhaft schlecht genommene Kurve:

Hartware ist gekommen, wie nett.

IMG_2934

SPASSS! (#26)

Renfield #26

Und beileibe nicht allein der. Was hindert eigentlich die anderen, die ach so Relevanten?

Eine ausdrückliche Ehre, Herr Flanell! Volle Fahrt voraus.

Und ein weiteres Mal Gelegenheit zum Dank, in diesem Fall an Carmen y Tomás (MUERAN HUMANOS, sorry for bullshitting the band’s name, no idea what went that idiotically wrong …), an DR. BÖTTNER (Stromgitarrenmusik und Nagelpilz und sicherlich mehr), und natürlich Paul (POET, und Filmemacher – mikronationaler Dialog NOW!). Keine Selbstverständlichkeit, aber ihr habt euch diesmal ein wenig ausfragen lassen.

Das RENFIELD Fanzine erscheint annähernd regelmäßig, nämlich zweimal im Jahr, hockt derzeit und wahrscheinlich absehbar in Berlin und trägt seine Themen stets stolz vorneweg – KRAMS & ROCK & ROLL.

Alles! Kunst?

Letztlich egal. Ist nur LEBZEUG.

Lebzeug (7)

GEHIRN. IMPLOSION
Lebzeug
CD | gehirnimplosion@gmail.com | 12:01 || HNW meets Text vs. Deutschländer! Noise trifft auf Lyrik. Dirk Dietzel macht mit Philip Nußbaum herum und das auch nicht zum ersten und zum letzten Mal. Diese Kollaboration zwischen Schreiberling und Lärmerzeuger dreht sich um das allgegenwärtige Thema Nationalismus und Faschismus. Erwartungsgemäß versinkt die deutsche Nationalhymne im Noisestrudel und Hetzreden werden so lange verrr- und zerrrlegt, bis nichts mehr identifizierbar ist und auch keinen Schaden mehr anrichten kann. Dazu reduzierte Klappentexte und gesprochenes Wort von Herr Nußbaum. Alles sehr übersichtlich: Musik und Verpackung! Alles sehr limitiert! Alles Kunst? (7) Carsten Vollmer (OX #108 – beinah)